Olivenöl Trinken

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Olivenöl Trinken – Gesundheitsgeheimnis oder Modeerscheinung?

Olivenöl ist schon seit Langem als eines der gesündesten Speiseöle bekannt. Als Alternative zum Kochen, Braten und Garnieren wird dabei auch immer häufiger das Trinken von Olivenöl empfohlen. Die gesundheitlichen Vorzüge klingen erst einmal vielversprechend – inwiefern sie stimmen und welche Olivenöle sich besonders gut zum Trinken eignen, haben wir geprüft.

Olivenöl trinken – Was steckt hinter dem Trend?

Olivenöl ist in eine Grundzutat der mediterranen Diät, die schon lange als eine der gesündesten Ernährungsformen bekannt ist. Der regelmäßige Konsum von Olivenöl reduziert dabei nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose, sondern kann dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Grund dafür ist der hohe Anteil an (mehrfach) ungesättigten Fettsäuren und gesunden Antioxidantien.

Die Liste der positiven gesundheitlichen Wirkungen, die das Trinken von Olivenöl auf den Körper haben soll, geht allerdings noch weiter: Ein Esslöffel pro Tag soll dabei nicht nur den Magen beruhigen, sondern auch einen entschlackenden “Detox”-Effekt haben, den Stoffwechsel ankurbeln und sogar beim Abnehmen helfen. Häufig wird dabei auch behauptet, dass das Trinken von purem Olivenöl (und nicht als Bestandteil von Speisen) besondere gesundheitliche Vorzüge hat. Allerdings gibt es bislang keine Forschungsarbeit, die das eindeutig belegen kann.

Ein Löffel Olivenöl pro Tag: Ist das wirklich gesund?

Olivenöl besteht zum Großteil aus den sogenannten “guten” Fetten – ungesättigte Fettsäuren machen dabei über 70 % aus, dazu kommen 9 % mehrfach ungesättigte Fette. Unser Körper benötigt diese Fette für den Aufbau von gesunden Zellmembranen, als Energielieferant und für die Aufnahme wichtiger Vitamine. Da er diese Fettsäuren nicht selbst herstellen kann, empfiehlt die Deutschen Gesellschaft für Ernährung in ihrer Leitlinie Fett, etwa 7 bis 10 % der täglichen Energiezufuhr durch ungesättigte Fettsäuren zu decken.

Zu viel Olivenöl ist schädlich

Ja, zu viel Olivenöl ist schädlich. Die Leitlinie zu Fett stellt klar:Wir nehmen in Deutschland generell zu viel (“schlechtes”) Fett zu uns. Durchschnittliche Erwachsene erreichen meist nicht die empfohlene Tageszufuhr an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Gleichzeitig liegen sie über dem empfohlenen Richtwert für die Zufuhr von ungesunden, gesättigten Fettsäuren. Die Antwort auf die Eingangsfrage lautet für die meisten also: Ja, ein Löffel Olivenöl am Tag ist gesund, wenn man gleichzeitig insgesamt weniger Fett und weniger “schlechtes” Fett zu sich nimmt.

Allerdings nimmt man leicht zu viel Olivenöl zu sich, denn die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesration für Olivenöl beträgt 10 bis 15 g, also etwa zwei Esslöffel. Ein Esslöffel Olivenöl deckt mit rund 8 g etwa die Hälfte der empfohlenen Tagesportion ab. Es bleibt also nur ein Esslöffel für alle weiteren Mahlzeiten des Tages. Für die meisten Menschen ist es deshalb sinnvoller, gesättigte durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren auszutauschen, indem man mehr pflanzliche Fette (also auch Olivenöl) und Lebensmittel zu sich nimmt und gleichzeitig auf tierische Fette verzichtet.

Egal, ob mit Zitronensaft, Milch oder pur: Wenn man sich dennoch dazu entscheidet, seinen täglichen Bedarf an ungesättigten Fettsäuren durch einen Schluck Olivenöl zu decken, sollte man auf die Orientierungswerte achten. Einen “Detox”-Effekt, eine Wunderwirkung beim Abnehmen oder eine medizinische Heilwirkung darf man vom Trinken von Olivenöl nicht erwarten. Zu viel Fett ist auch im Olivenöl zu viel.

Olivenöl hilft nicht gegen Verstopfung

Angeblich hilft Olivenöl gegen Verstopfung, oral eingenommen mit etwas Zitronensaft. Dafür konnten wir keine belastbaren Belege finden. Wir haben zwei aktuelle Studien gefunden, die sich beide mit Olivenöl für Einläufe bei kleinen Kindern auseinandersetzen. Beide Studien sehen Olivenöleinläufe als probates anales (!) Abführmittel gegen Verstopfung. Beide Studien wurden in Kliniken unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Vermutlich ist es sinnvoll, bei Verstopfung statt des Olivenöldealers seinen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.

Die Alternative zum täglichen Esslöffel Olivenöl

Die meisten Menschen nehmen in ihrem Alltag genug Fette zu sich – allerdings häufig zu viel von den “schlechten” gesättigten Fetten und zu wenige von den “guten” ungesättigten. Anstatt täglich zusätzlich einen Esslöffel Olivenöl zu trinken, ist es daher in den meisten Fällen sinnvoller, das Öl als gesündere Alternative zu Butter, Kokosfett und Co. einzusetzen. Olivenöl kann dabei nicht nur zum Garnieren von kalten Speisen eingesetzt wird. Auch ungesunde Brat-Fette können durch ein Olivenöl mit hohem Rauchpunkt ersetzt werden.

Das Zubereiten von Speisen hat gegenüber dem Trinken von Olivenöl einen entscheidenden Vorteil: Wertvolle Vitamine aus anderen Zutaten können durch den Einsatz von etwas Olivenöl beim Kochen zudem noch besser vom Körper aufgenommen werden. Somit nimmt man nicht nur die gesunden ungesättigten Fette auf, sondern gleichzeitig auch weitere wertvolle Vitalstoffe.

Die besten Olivenöle zum Trinken

Als Teil einer ausgewogenen Ernährung kann es nicht schaden, einen Esslöffel Olivenöl am Tag zu trinken, wenn man damit tierische Öle und Fette ersetzt und die empfohlenen Obergrenzen einhält. Ganz entscheidend ist dabei jedoch die Qualität des Öls, denn nur ein wirklich gutes Olivenöl kann den Körper mit den benötigten Nährstoffen versorgen.

Herkömmliche Olivenöle aus dem Supermarkt eignen sich in vielen Fällen nicht zum Trinken. Hier besteht das Risiko, dass die Hersteller mit zugekauften Oliven von ungenügender Qualität arbeiten oder ihrem Öl sogar andere (ungesündere) Speiseöle beimischen. Auf diese Weise gehen die gesundheitlichen Vorzüge eines Olivenöls sehr schnell verloren.

Wer ein gutes Olivenöl zum Trinken aussuchen möchte, sollte sich deshalb genau darüber informieren, woher ein Olivenöl stammt und wie es produziert wurde. Dazu genügt manchmal schon ein Blick auf das Etikett – die folgenden Informationen sind dabei besonders wichtig:

  • Herkunft der Oliven
  • Güteklasse (“Nativ extra”, “nativ”)
  • Hersteller
  • Olivensorte
  • Jahrgang
  • Bio-Zertifizierung

Olivenöl nativ extra wird nach einer EU-Verordnung in besonders schonenden Verfahren hergestellt, welches auch die enthaltenen Nährstoffe und Antioxidantien schützt. Je mehr Details ein Etikett über das Öl verrät, desto höher ist dabei die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein hochwertiges, gesundes Olivenöl handelt, das man ohne Bedenken trinken kann.

Nicht nur zum Trinken: besondere Olivenöle von Delídia

Ein wirklich gutes Olivenöl zum Trinken, Braten, Kochen und Garnieren darf in keiner Küche fehlen. Leider konnten uns dabei die herkömmlichen Supermarkt-Olivenöle nie überzeugen: Ungenügende Qualität, Etikettenschwindel und Zukauf sind bei der großindustriellen Herstellung von Olivenöl gängige Praxis. Wir wollen es anders machen und haben in Andalusien mit dem Agronomen Enrique gesprochen, der auf seiner Finca die wohl besten Olivenöle der Welt herstellt. Als Partner hilft er uns dabei, wirklich gutes Olivenöl auch in die deutschen Küchen zu bringen.

Enrique erntet jedes Jahr die hochwertigsten Bio-Picual-Oliven von seinem eigenen Hain und verarbeitet sie in nur drei Stunden zu sortenreinem Olivenöl, das die Qualität herkömmlicher Supermarktöle um ein Vielfaches übertrifft. Von ihm beziehen wir gleich drei verschiedene Sorten, die allesamt mit ihrer aromatischen Frische und komplexen Fruchtaromen überzeugen – wer ein gutes Olivenöl zum Trinken sucht, wird hier fündig.

Was macht das Bio-Olivenöl von Delidía so besonders?

Gute, gesunde Zutaten, die uns beim Kochen Freude bereiten, können nur dann entstehen, wenn schon bei der Herstellung die größte Sorgfalt aufgewendet wird. Wir stehen aus diesem Grund immer im engen Austausch mit unseren Partnern in Spanien, Italien, Frankreich und Indien, uns stellen sicher, dass wir nur die hochwertigsten Produkte in unserem Online-Shop anbieten. Dabei sind uns nicht nur traditionelle Herstellungsverfahren, sondern auch eine durchweg nachhaltige Produktionsweise besonders wichtig.

Enriques Bio-Olivenöl erfüllt und übertrifft unsere Maßstäbe und hat uns sofort überzeugt:

  • Spanische Bio-Olivenöle (Aceite de Oliva virgen extra) mit drei Geschmacksprofilen: mittel-fruchtig (medio), intensiv fruchtig (intenso), intensiv frisch (erster Erntetag)
  • Traditionelle, mechanische Pressverfahren ohne Wärmezufuhr gemäß der europäischen Verordnung 61/2011
  • Besonders ölsäurearm: Säureanteil zwischen 0,08 % und 0,2 %
  • Erntefrische Abfüllung: nur drei Stunden zwischen Ernte und Pressung
  • Sorten- und jahrgangsreine Herstellung in Andalusien: ausschließlich mit Enriques eigenen Picual-Oliven aus zertifiziertem Bio-Anbau
  • Fairer Preis: 2,5 Liter Kanister für 38 € (medio) bzw. 43 € (intenso) / 1 Liter für 23 € (erster Erntetag)

Weitere Informationen

Jenseits von Supermarktware kann man eine Welt voller Geschmack und Aroma zu entdecken. Hier findest du weitere gründlich recherchierte Artikel, die mit viel Liebe für unsere Leser*innen verfasst wurden. Du hast Anregungen oder Fragen? Dann schreib uns gerne. Du kannst uns auch unterstützen, indem du Essig, Olivenöl, Salz oder Pfeffer bei uns kaufst. Viel Spaß beim Schmökern!

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