Speisesalz: Alles andere als alltäglich

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Ein vollständiges Gewürzregal ohne Speisesalz? Das können sich wohl nur die wenigsten vorstellen. Salz ist aus unserer Küche nicht wegzudenken und gehört (in Maßen) zu einer gesunden Ernährung dazu. Alles über das “weiße Gold” erfährst du hier bei Delidía.

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Streng genommen ist unser Speisesalz nur eins von vielen “Salzen”, die sich in der Chemie durch ihre besondere Molekülstruktur auszeichnen.
  • Speisesalz kann sowohl aus dem Meer, als auch aus Steilsalzbergwerken und Salzsalinen gewonnen werden.
  • Salz liefert unserem Körper wichtige Mineralstoffe: Trotzdem empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, den Konsum auf 6g täglich zu reduzieren.  

 

Was ist Speisesalz?

Kochsalz, Tafelsalz, Speisesalz – die weißen Würzkristalle, die wir täglich zu uns nehmen, haben viele Namen. Obwohl es umgangssprachlich meist einfach nur “Salz” genannt wird, gehört das Mineral zur großen Familie der Stoffklasse der Salze. Was diese Stoffklasse auszeichnet: Sie bestehen aus positiv und negativ geladenen Ionen, die zusammen eine Art Kristallgitter formen. Im Fall von Speisesalz wird dieses Gitter aus Na+ und Cl− Atomen geformt.

Die chemische Formel NaCl beschreibt ziemlich genau, woraus unser Tafelsalz besteht: 39,5 % Natrium und 60,5 % Chlor. Dazu kommen meistens winzige Mengen verschiedenster Spurenelemente (z. B. Magnesium oder Eisen), die z. B. für die rosa Farbe des bekannten Himalayasalzes verantwortlich sind. Auf den Geschmack und die gesundheitliche Wirkung des Salzes haben diese Mineralreste jedoch keinen besonderen Einfluss.

Von den Bergen bis zum Meer: Wie wird Speisesalz gewonnen?

Unabhängig davon, wo es herkommt, besteht unser Speisesalz immer aus reinem Natriumchlorid und kleinen Mengen von Spurenelementen. Wie das Mineral jedoch gewonnen wird, kann ganz unterschiedlich aussehen – vom Bergwerk bis zum Salzgarten gibt es verschiedene Abbaumethoden.

  • Meersalz: Die Salzgewinnung aus dem Meer ist wohl die älteste bekannte Methode, die schon in der Antike praktiziert wurde. Heute wird etwa 30 % des weltweiten Speisesalz-Bedarfs durch Meersalz gedeckt. Hierfür leiten die Hersteller*innen Meerwasser in sogenannte Salzgärten, also kleine gesonderte Teiche, um es dort in mehreren Schritten in der Sonne verdunsten zu lassen. Dabei kristallisiert das Salz an der Wasseroberfläche und kann nach und nach abgeschöpft werden. In traditionellen Betrieben geschieht das noch per Hand; großindustrielle Firmen arbeiten bei der Salzernte auch mit Maschinen.

 

Gut zu wissen: Fleur de Sel ist eine besondere Form von Meersalz, die ursprünglich aus der Bretagne stammt. Die feinen “Salzblumen” entstehen an der Wasseroberfläche als hauchdünne Schicht und können dort in vorsichtiger Handarbeit abgeschöpft werden.  

 

  • Steinsalz: Die heutigen Steinsalzlagerstätten haben sich vor vielen Millionen Jahren als Folge der Verdunstung der Urmeere gebildet. Sie liegen in Form von Salzgestein in einer Tiefe von 70 bis 1000 Metern und können dort mithilfe von Verfahren aus dem Bergbau abgebaut werden. Das gewonnene Steinsalz kommt vor allem in der Großindustrie zum Einsatz, wird in seiner aufbereiteten und gereinigten Form auch als Speisesalz verkauft.
  • Siedesalz: Wenn Salzgestein auf unterirdische Wasserablagerungen (natürlich oder künstlich) trifft, entsteht eine sogenannte Sole. Um aus dieser Sole Salz zu gewinnen, muss das gesättigte Wasser nur noch an die Erdoberfläche transportiert und dort eingedampft werden.

Jod, Fluor, Gewürze – Speisesalz mit Zusätzen

Speisesalz ist im Handel nicht nur in seiner Reinform, sondern häufig auch mit verschiedenen Zusätzen erhältlich. Sie erfüllen sowohl gesundheitliche als auch kulinarische Zwecke. Der bekannteste Speisesalz-Zusatz ist wohl das Spurenelement Jod. Jod-Mangel war bis in die 1980er-Jahre ein weitverbreitetes Problem und wurde zum gängigen Auslöser für Schilddrüsenerkrankungen. Erst durch die Anreicherung von Speisesalz konnte dieser Mangel weitestgehend unter Kontrolle gebracht werden.

Manche Tafelsalze enthalten nicht nur Jod, sondern auch Fluor. Fluoridiertes Salz ist vor allem für die Kariesprophylaxe wichtig, da es die Widerstandsfähigkeit der Zahnschmelzoberfläche gegen Bakterien und Säuren erhöht. Wer in einer Gegend mit einem niedrigen natürlichen Fluorid-Gehalt im Wasser lebt, kann seinen Bedarf also nicht nur über angereicherte Zahnpasta und Mineralwasser, sondern auch mit Speisesalz decken.

Salzmischungen aus 40–85 % Speisesalz und mindestens 15 % anderer Gewürze (Knoblauch, Rosmarin, Zitrone, Chili) sind eine sehr beliebte Methode, um Speisen schnell und unkompliziert zu würzen. Salz mit außergewöhnlicheren Zusätzen wie Raucharoma oder Aktivkohle verleihen Gerichten beim Garnieren den letzten Schliff. Gleichzeitig reduziert der Zusatz von anderen Gewürzen die beim Kochen benötigte Menge Salz – und kann so einen Beitrag zu einer gesünderen Ernährung leisten.

Wie viel Speisesalz ist gesund?

Speisesalz erfüllt für unseren Körper eine sehr wichtige Aufgabe: Seine Hauptbestandteile Natrium und Chlor sind für Körperfunktionen wie der Regulation des Flüssigkeitshaushalts der Zellen und des Blutdrucks essenziell. Etwa 90 % unseres täglichen Natrium- bzw. Chloridbedarfs decken wir über unseren Salzkonsum.

So lebensnotwendig der tägliche Verzehr von Speisesalz ist – im Durchschnitt nehmen die meisten Deutschen zu viel davon zu sich und erhöhen so ihr Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, jeden Tag etwa 6 Gramm (also etwa 1 TL) Speisesalz, das mit Jod und Fluor angereichert wurde, mit der Nahrung aufzunehmen. Gleichzeitig stellt das Robert Koch-Institut fest, dass ca. 70 % aller Frauen und ca. 80 % aller Männer deutlich mehr als die empfohlene Tagesration Speisesalz konsumieren.

Ein gemäßigter Salzkonsum ist für die Gesundheit also sehr wichtig. Besonders viel Speisesalz versteckt sich in verarbeiteten Lebensmitteln, Fertigprodukten und außerhalb zubereiteten Speisen aus Restaurants und Imbissen. Wer seinen Speisesalzkonsum reduzieren möchte, sollte darauf achten, möglichst häufig selbst zu kochen und dabei nicht nur Salz, sondern auch Kräuter und andere Gewürze verwenden.

Grobes Meersalz & feines Fleur de Sel – Mit Delidía die Vielfalt von Speisesalz entdecken

Speisesalz in ganz verschiedenen Varianten finden wir heutzutage in jedem Supermarkt. Dass das Gewürz trotzdem noch etwas Besonders sein kann, stellt unser Paludier (Salzgärtner) Francis unter Beweis: Er erntet im französischen Guérande jedes Jahr ein einzigartiges Meersalz – ausschließlich in Handarbeit und ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern oder Rieselhilfen.

Francis’ grobes Meersalz (Gros Sel) ist ein echtes Naturprodukt, das in der Küche mit seiner Vielseitigkeit punktet: D​​er naturbelassene Geschmack ohne Zusätze harmoniert hervorragend mit jedem Gericht und wertet es mit einer besonders milden Salznote auf – ein feines Alltagssalz, das alles andere als gewöhnlich ist.

Mit seinem Fleur de Sel hat Francis ein Meersalz der edelsten Form geschaffen. Die feinen Salzflocken überzeugen als Finishing Salt mit ihrer aufregenden Knusprigkeit und einer milden Salznote, die sich beim Probieren ganz langsam auf der Zunge entfaltet. Genau wie das Gros Sel handelt es sich hierbei um ein außergewöhnliches Naturprodukt aus traditioneller Handarbeit – und vielleicht das beste Fleur de Sel aus ganz Guérande.

 

Die besten Speisesalze mit Delidía entdecken

Ein maßvoller Salzkonsum ist wichtig für die Gesundheit. Unsere Devise lautet: Weniger Salz, aber dafür wirklich Gutes. Mit dem Delidía-Meersalz haben wir zwei außergewöhnlich hochwertige Gewürze gefunden, mit denen der gesunde Genuss im Alltag ganz leicht gelingt:

  • Natürliches, handgeschöpftes Speisesalz aus Guérande
  • Nachhaltig hergestellt in traditioneller Handarbeit
  • Speisesalz in Reinform – keine Rieselhilfe, keine Geschmacksverstärker, kein Glutamat, keine künstlichen Zusatz- oder Konservierungsstoffe
  • Aus der Bretagne direkt zu dir – kurze Lieferkette ohne Zwischenhändler
  • Fairer Preis durch Kampagnenverkauf und Vorratspackungen

Mit unserer Auswahl von traditionell hergestellten Bio-Produkten möchten wir einfachen Alltagsmomenten ihren Luxus zurückgeben. Wir arbeiten dafür mit kleinen Betrieben zusammen und verkaufen unsere Produkte in kostengünstigen Vorratsgrößen – so profitieren Kund*innen und Produzent*innen gleichermaßen von einem fairen Preis.

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