Wie viel kostet das teuerste Salz der Welt?

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Obwohl pinkes Himalayasalz und edles Fleur de Sel wohl zu den bekanntesten Luxus-Salzen gehören, sind sie längst nicht die teuersten. Salzvarianten wie das koreanische Bambussalz, nigerianisches Perlensalz oder Kalahari-Wüstensalz sind extrem selten und kosten ein Vielfaches von dem, was wir normalerweise für Speisesalz ausgeben. Wir erklären, was diese exklusiven Salze ausmacht und wann es sich lohnt, in ein teures Salz zu investieren.

 

Das wichtigste auf einen Blick:

  • Das teuerste Salz der Welt stammt aus Südkorea und kostet bis zu 400 € pro Kilogramm.
  • Andere Luxussalze können ebenfalls bis zu 100 € pro Kilogramm kosten.
  • Ob teure Salze wirklich besser sind als einfache Speisesalze, hängt davon ab, welche Eigenschaften man sich beim Würzen wünscht – gute Meersalze für den alltäglichen Gebrauch müssen jedoch nicht teuer sein.
 

Was unterscheidet teures Luxussalz von normalem Speisesalz?

Die meisten Menschen würden Speisesalz wohl als preiswertes und im Überfluss verfügbares Gewürz einstufen – im Grunde das Gegenteil eines Luxusgutes. Dass das nicht immer stimmt, beweisen Luxussalzvarianten aus der ganzen Welt, die nicht nur teuer, sondern auch äußerst selten sind. Obwohl sie – wie alle Speisesalze – größtenteils aus Natriumchlorid (NaCl) bestehen, sorgen spezielle Herstellungsverfahren und edle Zusätze dafür, dass sie im Fachhandel zu hohen Preisen verkauft werden.

Welches Salz ist das teuerste?

Das wohl teuerste Salz auf der Welt stammt aus Korea und trägt dort den Namen Jukyeom. In Deutschland ist es unter der Bezeichnung Amethyst Bambussalz bekannt, die sich von der violetten Färbung der groben Salzkristalle ableitet. Manche dieser Bambussalze kosten bis zu 400 € pro Kilo und sind ausschließlich im Gewürzfachhandel erhältlich.

Der Grund für diesen hohen Preis ist der große Herstellungsaufwand, der für die Produktion von Bambussalz notwendig ist: Ganz am Anfang steht die Herstellung eines Zylinders, der aus drei Jahre altem Bambus gefertigt wird. Die Hersteller*innen füllen diese Zylinder mit Meersalz von der südkoreanischen Westküste und versiegeln die Gefäße mit Löss – einem tonhaltigen Sediment. Der Bambuszylinder wird dann auf einen Wagen geladen und in einem Brennofen bei über 800 Grad Celsius gebacken. Die hohen Temperaturen verbrennen den Bambus – übrig bleibt ein Block aus Salz, der im nächsten Schritt gemahlen und in ein neues Bambusgefäß gefüllt wird. Dieser Prozess dauert zwischen 12 und 14 Stunden und muss insgesamt neunmal wiederholt werden – eine vergleichsweise neue Mode, die sich aus dem dreifachen Rösten entwickelt hat, das in der traditionellen koreanischen Medizin üblich ist. Beim neunten Mal wird die Temperatur auf 1000 Grad Celsius erhöht, sodass das Salz beim Backen vollständig schmilzt. Das flüssige Salz wird zum Aushärten in eine Form gegossen. Zum Schluss mahlen die Hersteller*innen das fertige Bambussalz ein letztes Mal, bevor es abgepackt und verkauft werden kann.

Jeder Schritt wird von Hand erledigt und der gesamte Prozess dauert etwa einen Monat. Für die Herstellung ist große Vorsicht essentiell, da ein Fehler die Arbeit eines ganzen Monats gefährden könnte. Der große Aufwand, der weltweit fast einmalig ist, ist auch der Grund für die hohen Preise.

Aufgrund seines besonderen Aromas wird die Tradition bis heute fortgeführt: Man sagt, dass das Gewürz sehr viel intensiver als andere Salze schmeckt. Ergänzt wird die salzige Note mit schwefligen und leicht süßen Raucharomen. Nicht nur wegen seines Preises, sondern auch wegen des intensiven Aromas sollte koreanisches Bambussalz sparsam verwendet werden.

Dafür, dass Bambussalz besondere gesundheitliche Vorzüge hat, gibt es bis heute keine Belege – bislang konnte keine Studie einen haltbaren Hinweis darauf geben. Das Gleiche gilt für die Behauptung, dass das neunfache Rösten Mikroplastik und andere Schadstoffe aus dem Meersalz entfernt, für die bis heute stichfeste Beweise fehlen.

Die teuersten Salze der Welt

Teure Gourmetsalze werden in vielen Ländern auf ganz verschiedene Arten hergestellt. Sie unterscheiden sich deshalb auch im Geschmack und kommen in der Küche zu verschiedenen Zwecken zum Einsatz. Was sie gemeinsam haben, sind die hohen Preise und ihre limitierte Verfügbarkeit.

Fleur de Sel: Die “Salzblüte” ist wohl die bekannteste Meersalzvariante. Ursprünglich stammt Fleur de Sel von der französischen Atlantikküste, wo es in traditionellen Betrieben bis heute in sorgsamer Handarbeit hergestellt wird. Nur durch ein besonderes Zusammenspiel aus Sonne, Luftfeuchtigkeit und Wind bilden sich jeden Sommer feine Flocken an der Oberfläche der Salzbecken, die von den Salzgärtnern per Hand abgeschöpft werden. Im Handel zahlt man für Fleur de Sel bis zu 80 € pro Kilo.

Perlensalz: Perlenförmige Salzkörner werden an der Atlantikküste in Namibia hergestellt. In der Wüste Namib, ein der wenigen Küstenwüsten auf dieser Welt, entstehen die Salzperlen auf ganz natürliche Weise: Sie werden vom Südwind und den Wellen des Meeres in ihre einzigartige Form gebracht. Sowohl die Ernte als auch das Trocknen geschieht in traditioneller Handarbeit.
Mit einem Kilopreis von 25 € gehört es ebenfalls zu den teuersten Salzen auf dem Markt. Zum Kochen eignen sich die Salzperlen eher nicht, stattdessen reicht man sie zum Garnieren am Tisch in einer Mühle. Die runden Perlen sind dabei eine optische Abwechslung zu den klassischen, groben Meersalzkristallen.

Kalahari Wüstensalz: Ein weiteres teures Wüstensalz stammt aus dem Süden Afrikas: In der gleichnamigen Wüste wird Kalaharisalz aus einem 280 Millionen Jahre alten Salzvorkommen abgebaut. Angeblich ist das Salz frei von schädlichen Umwelteinflüssen und reich an Spurenelementen wie Magnesium und Phosphor – inwieweit das einen Einfluss auf die Gesundheit hat, ist jedoch nicht ausreichend erforscht.
Mit einem Kilopreis von 33 € ist das Salz aus der Kalahariwüste deutlich teurer als herkömmliches Speisesalz. Es schmeckt leicht süßlich mit einem milden Abgang und passt beim Kochen besonders gut zu Pilzgerichten. Fleisch, Fisch, Suppen, Ei und Kartoffeln.

Gewürzsalze mit Trüffel, Safran & Co.: Salz ist auch der Hauptbestandteil vieler verschiedener Gewürzmischungen: Eine Prise Salz mit Zusätzen wie Trüffel oder Safran genügt, um Broten, Salaten, Fleisch und Fisch ein ausgewogenes und trotzdem ausdrucksvolles Aroma zu verleihen. Je nach Hersteller zahlen Kunden für 100 Gramm Trüffel- bzw. Safransalz etwa 10 €.

Ist teures Salz auch immer das beste Salz?

Ob es sich lohnt, in ein teures Salz zu investieren, ist am Ende Geschmackssache. Dabei kommt es auch darauf an, wie man das Luxussalz gerne verwenden möchte, denn chemisch gesehen besteht kaum ein Unterschied zwischen einem einfachen Speisesalz und einem teuren Luxussalz. Für den alltäglichen Gebrauch ergibt es also keinen Sinn, Salze mit einem Kilopreis von 10 € und aufwärts zu kaufen.

Beim Kochen für besondere Anlässe kann gutes Salz mit einem außergewöhnlichen Geschmacksprofil einen Unterschied machen. Das gilt vor allem für sogenannte Finishing Salze, die vor allem zum Garnieren genutzt werden. Sie verschmelzen nur langsam mit den anderen Zutaten und lassen beim ersten Probieren ein feines Knuspern verspüren – kleine Details, die sogar aus einfachen Rezepten eine Besonderheit machen.

 

Gut zu wissen: Aus gesundheitlichen Gründen ergibt es keinen Sinn, teure statt günstige Salze zum Kochen zu verwenden. Dafür sind die Unterschiede in der Mineralstoffzusammensetzung viel zu gering. Gesunde Mineralien nimmt der Körper über eine ausgewogene Ernährung mit frischen Zutaten und viel Obst und Gemüse auf.  

 

Die besten Meersalze zu guten Preisen mit Delidía entdecken

Dass gutes Salz nicht teuer sein muss, hat uns ein Besuch beim Salzgärtner Francis an der französischen Atlantikküste gezeigt. Auf der Halbinsel Guérande erntet er jedes Jahr die hochwertigsten Meersalze, die man mit Recht zu den besten Meersalzen der Welt zählen kann. Mit ihm zusammen bringen wir diese außergewöhnlichen Naturprodukte zu einem unschlagbaren Preis nach Deutschland.

Mit seinem Gros Sel (groben Meersalz) ist Francis ein hervorragendes Alltagssalz gelungen: Es ist vielseitig einsetzbar und passt vom Salat, über die Gemüsepfanne bis zum Pastagericht zu jedem Rezept. Dank des Versandes in günstigen Vorratsmengen, ist dieses Alltagssalz mit besonderer Herkunft schon ab einem Kilopreis von nur 4 € erhältlich – und damit günstiger als die meisten anderen Luxussalze.

Francis’ handgeschöpftes Fleur de Sel ist eine besondere Spezialität, die jede/r Salzliebhaber*in unbedingt probieren sollte: Die feinen Flocken werden von ihm noch in der Ursprungsregion des Fleur de Sel hergestellt, getrocknet und abgepackt – alles per Hand und mit der größten Sorgfalt. Der Kilopreis von nur 23 € ist für dieses edle Gourmetsalz komplett gerechtfertigt.

Was die Salze von Delidía zum besten Meersalz macht

Auch Zutaten wie Salz können aus einem einfachen Rezept einen kleinen Luxus machen. Diese Momente werden mit den Meersalzen von Delidía ein Teil unseres Alltags: Jedes unserer ausgewählten Bio-Produkte ist in der Küche vielseitig anwendbar – und mit dem Verkauf in kostengünstigen Vorratspackungen werden sie zum täglichen Begleiter:

  • Natürliches, handgeschöpftes Speisesalz aus Guérande
  • Nachhaltig hergestellt in traditioneller Handarbeit
  • Speisesalz in Reinform – keine Rieselhilfe, keine Geschmacksverstärker, kein Glutamat, keine künstlichen Zusatz- oder Konservierungsstoffe
  • Aus der Bretagne direkt zu dir – kurze Lieferkette ohne Zwischenhändler
  • Fairer Preis durch Kampagnenverkauf und Vorratspackungen: Edles Meersalz ab 4 € / Kilo

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