Wie gesund ist Pfeffer wirklich?

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Beim gesunden Kochen kommt es auch auf die Gewürze an. Wie gut, dass der beliebte schwarze Pfeffer nicht nur gut schmeckt, sondern auch eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit haben kann. Auch deshalb gehört ein wirklich guter, schwarzer Pfeffer zur Grundausstattung jedes Gewürzregals.

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Der scharf-machende Bestandteil eines Pfefferkorns heißt Piperin und ist verantwortlich für seine positive, gesundheitliche Wirkung.
  • Schwarzer Pfeffer regt die Verdauung an, wirkt antioxidativ und kann sogar dabei helfen, Erkältungen und Halsschmerzen zu lindern.
  • Die Wirkung von schwarzem Pfeffer auf den Stoffwechsel und die Fetttverbrennung wurde noch nicht abschließend erforscht. Ein Wundermittel zum Abnehmen ist das Gewürz jedoch nicht.  

 

 

Was macht Pfeffer zu einer so gesunden Zutat?

Schwarzer, grüner, weißer oder roter Pfeffer wird von Köch*innen vor allem für sein würziges Aroma und seine angenehme Schärfe geschätzt. Die Bestandteile, die dafür verantwortlich sind, sind aber auch der Grund dafür, dass Pfeffer eine so gesunde Zutat ist. Insbesondere dem Wirkstoff Piperin wird eine positive medizinische Wirkung zugeschrieben.

Piperin ist ein Alkaloid, das zur Gruppe der Säureamid-Alkaloide gehört. Als wohl wichtigster Bestandteil eines Pfefferkorns sorgt es für seine typische Schärfe. Die meisten handelsüblichen Pfeffersorten enthalten 2 bis 4 % Piperin. Kubebenpfeffer, ein Verwandter des bekannteren schwarzen Pfeffers, enthält nur 0,4 % des würzigen Stoffs, während manche Piper nigrum Varianten bis zu 9 % Piperin enthalten.

Wie wirkt schwarzer Pfeffer auf die Gesundheit?

Schwarzer Pfeffer hat sowohl in der indischen Heilkunde Ayurveda als auch in der traditionellen chinesischen Medizin schon seit Jahrtausenden einen wichtigen Stellenwert – vor allem aufgrund seiner wärmenden, anregenden Wirkung auf den Körper. Einige der damals entdeckten positiven Wirkungen wurden von der modernen Medizin bestätigt, während andere längst verworfen wurden.

Gleich vorweg sei gesagt: Schwarzer Pfeffer ist kein Superfood zum Abnehmen, gegen Erkältungen oder für die Behandlung von anderen Erkrankungen. Wird er allerdings als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung eingesetzt, kann er bei manchen Anliegen eine gesundheitsfördernde Wirkung haben.

Pfeffer und seine verdauungsfördernde Wirkung

Pfeffer – und speziell der enthaltene Wirkstoff Piperin – regen die Durchblutung im Mundraum und Magen an. Dadurch steigt zum einen der Speichelfluss und zum anderen die Produktion von Magensaft. Zudem soll schwarzer Pfeffer auch die Aktivität von Amylase, einem Verdauungsenzym, im Magen ankurbeln.

Alle drei Faktoren erleichtern die schnelle Verdauung: Besonders fettige, reichhaltige Speisen können nur mit ein wenig Pfeffer bekömmlicher gemacht werden. Außerdem beugt der antibakterielle Magensaft einer Keimbildung in Magen und Darm vor.

 

Gut zu wissen: Cayennepfeffer, der nicht von der Pfefferpflanze stammt, sondern aus Chilischoten gewonnen wird, enthält kein Piperin, sondern Capsaicin. Genau wie Piperin hat auch dieser Scharfmacher eine verdauungs- und durchblutungsfördernde Wirkung.  

 

Husten & Infekte

Durch seine durchblutungsfördernde Wirkung regt Pfeffer nicht nur die Verdauung an, sondern wärmt auch den ganzen Körper auf. Piperin löst im Gehirn nämlich einen Schmerzimpuls aus, den wir als Schärfe wahrnehmen und auf den der Körper mit einer besseren Blutversorgung reagiert. Bei Erkältungen und Husten lindert das Gewürz außerdem Entzündungen und lässt Symptome wie Halsschmerzen schneller abklingen. Klassische Rezepte – warme Milch mit Honig, heiße Zitrone oder eine würzige Suppe – können bei Erkältungen und Fieber mit einer Extraportion Pfeffer ergänzt werden.

 

Pfeffer wirkt nicht nur durchblutungsfördernd, sondern hebt auch die Laune: Wenn Piperin im Hirn einen Schmerzimpuls auslöst, werden auch Endorphine freigesetzt. Diese sogenannten “Glückshormone” steigern das Wohlbefinden und lindern Stress.  

 

Bioverfügbarkeit: Schwarzer Pfeffer & andere Nährstoffe

Bei der Behandlung von Nährstoffmangel oder Mangelernährung kann auch die Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln helfen. Und auch hier spielt Piperin als sogenannter “Bioenhancer” eine Rolle: Studien belegen, dass Piperin dem Körper dabei hilft, andere Nährstoffe wie Eisen, Vitamin C, Selen, Vitamin A und Betacarotin zu absorbieren. Besonders wirksam ist das Alkaloid dabei in Kombination mit Curcumin, dessen Bioverfügbarkeit, also die vom Körper absorbierte Menge, durch den Zusatz von Piperin um 2000% erhöht wurde.

Antioxidantien aus Pfeffer gegen freie Radikale

Freie Radikale – also hochreaktive Moleküle, die im Körper schwere Zellschäden verursachen – verursachen im Körper oxidativen Stress. Dieser ist zum Beispiel auch für eine beschleunigte Zellalterung und Krebserkrankungen verantwortlich. Zigarettenrauch, Sonnenstrahlung, Abgase und psychische Belastung sind nur einige von vielen Faktoren, über die wir im Alltag mit freien Radikalen in Kontakt gelangen.

Neutralisieren lassen sie sich mithilfe sogenannter Antioxidantien, zu denen auch Piperin gehört. Studien haben ergeben, dass schon eine geringe Menge schwarzen Pfeffers die Anzahl freier Radikale im Körper sichtbar reduziert. Ob Piperin auch zur Behandlung von Krebs geeignet ist, wird aktuell noch untersucht.

Stoffwechsel & Fettverbrennung: Abnehmen mit Pfeffer?

Zur Beschleunigung des Stoffwechsels und für eine schnellere Fettverbrennung werden Rezepte und Getränke mit viel Pfeffer häufig als Hausmittel empfohlen. Verschiedene Studien aus Südkorea und Indien legen nahe, dass es hier tatsächlich einen Zusammenhang gibt. Bei Versuchen an übergewichtigen Ratten im Jahr 2011 wurde Piperin ein positiver Effekt auf Faktoren wie Fettmasse, Cholesterinspiegel und Gewicht nachgewiesen. Versuche an Menschen oder eindeutige Beweise liegen allerdings noch nicht vor – ein Diät-Wundermittel zum Anfeuern des Stoffwechsels sind Getränke und Speisen mit viel Pfeffer wohl eher nicht.

Wer auch beim Abnehmen mit Pfeffer würzen möchte, muss sich bezüglich Kalorien und Kohlenhydraten keine Gedanken machen: Dafür sind die Mengen, in denen Pfeffer im Alltag verwendet wird, viel zu gering. Zur Orientierung: 100 Gramm schwarzer Pfeffer – also etwa eine halbe Jahresration – enthalten etwa 250 kcal, 60g Kohlenhydrate und 10g Fett.

Kann zu viel schwarzer Pfeffer auch ungesund sein?

Wie viel Pfeffer man im Alltag zu sich nimmt, ist vor allem Geschmackssache: Eine genormte Verzehrempfehlung wie beim Salz gibt es nicht. Allerdings kann das scharfe Gewürz in zu großen Mengen unangenehme Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen oder Sodbrennen verursachen. Wer also einen sensiblen Magen hat, sollte darauf achten, wie viel Pfeffer er oder sie beim Würzen verwendet.

Besondere Vorsicht gilt bei synthetisch hergestelltem Biopiperin, das vor allem in Form von Nahrungsergänzungsmitteln verabreicht wird. Bei zu hohen Dosen besteht die Gefahr, dass sich krebserregendes Formaldehyd während der Verdauung abspaltet. Da Piperin auch die Bioverfügbarkeit bestimmter Nährstoffe erhöht, besteht außerdem die Vermutung, dass die Einnahme die Wirkung anderer Medikamente verstärkt. Wer Biopiperin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen möchte, sollte sich deshalb immer an die empfohlene Verzehrsmenge halten und die Einnahme während einer medikamentösen Behandlung komplett stoppen.

Gesund Kochen mit Pfeffer

Schwarzer Pfeffer gehört neben Salz zu den am häufigsten verwendeten Gewürzen auf der ganzen Welt. Daher ist es auch vergleichsweise einfach, ihn als Bestandteil einer gesunden Ernährung in den Alltag zu integrieren. Gemüsegerichte, Salate, Suppen und helles Fleisch – fast alles kann mit einer Prise Pfeffer ganz einfach und gesund gewürzt werden.

Einer der wichtigsten gesundheitlichen Vorteile, die das Kochen mit schwarzem Pfeffer mit sich bringt, ist das Einsparen anderer, ungesünderer Gewürze. Damit ist vor allem Speisesalz gemeint, das in zu hohen Mengen Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen kann. Wer sein Essen mit Pfeffer und anderen Gewürzen verfeinert, verwendet beim Kochen auch weniger Salz und kann sich leichter an die empfohlene Tagesration von 6 Gramm halten.

Damit sich die gesunden Bestandteile der Pfefferkörner nicht schon während des Lagerns verflüchtigen, sollte man schwarzen Pfeffer immer nur in ganzen Körnern kaufen und frisch gerieben verwenden.

Bio-Pfeffer von Delidía: Gesunder Genuss statt Superfood

Genau wie eine gesunde Ernährung, sind gute Gewürze ein Luxus, der im Alltag viel zu oft zu kurz kommt. Genau das möchten wir mit unseren drei hochwertigen Bio-Pfeffern ändern: Mit ihnen wird gesundes Kochen und Würzen zum täglichen Genuss.

Die Pfeffer von Delidía stammen alle von der indischen Malabarküste, wo der Anbau der besten Pfefferpflanzen der Welt bereits seit Jahrtausenden praktiziert und perfektioniert wird. Unsere Partner – eine Kooperative aus etwa 1000 Ureinwohner*innen – bauen ihre Pfefferbäume noch traditionellen und umweltschonenden Methoden an. Dabei richten sie sich auch nach dem “Farm-to-Fork” Ansatz der EU für nachhaltigen Landbau. Geerntet werden hier ganz besonders hochwertige Gewürze, die auf dem Weltmarkt Preise erzielen, die bis zu 100 % über den üblichen Raten liegen. Für einen so guten Pfeffer ist das unserer Meinung nach nur fair!

Unser Bio-Tellicherry Pfeffer lässt sich mit seiner einprägsamen Schärfe und blumigen Aromen kaum mit einem anderen handelsüblichen Pfeffer vergleichen. Sein ausgewogenes Geschmacksprofil begeistert mit Noten aus Sandelholz und schwarzem Tee, die jede/r Gewürzliebhaber*in unbedingt probieren sollte.

Auch nach Jahrtausenden der Kultivierung kann man Pfeffer in seiner ursprünglichsten Form probieren – bei Delidía gleich in zwei Varianten. Von den Urpfefferbäumen Devamunda (Thevamunda) und Karimunda (Kerymunda) werden frische Pfefferbeeren an der Malabarküste geerntet und entweder zu schwarzem oder zu grünem Pfeffer verarbeitet. Während der schwarze Bio-Malabarpfeffer besonders frisch schmeckt, überzeugt unser grüner Pfeffer durch sein ausgewogenes und mildes Aroma.

Gesunde Bio-Pfeffer mit Delidía entdecken

Bio-Pfeffer, der ohne Zusatz von Konservierungsstoffen oder Geschmacksverstärkern produziert wird, ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch unverfälscht und lecker. Genau deshalb gehören auch unsere drei Pfeffervarianten zu den wahrscheinlich besten Pfeffern der Welt:

  • Traditionell angebauter Pfeffer aus samenfestem Saatgut
  • Anbau in ökologischer Landwirtschaft
  • Sonnentrocknung ohne thermische Behandlung
  • Keine künstlichen Konservierungsstoffe
  • Keine Zusatzstoffe (z. B. Glutamat, Geschmacksverstärker)
  • Biozertifiziert: DE-ÖKO-044

Damit gesunder Pfeffergenuss zum Alltag in der Küche wird, sind die Pfeffer von Delidía in günstigen Vorratspackungen erhältlich. Auf diese Weise sparen wir beim Einkauf und Versand Kosten und können sowohl unseren Kund*innen als auch unseren Partner*innen faire Preise anbieten.

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