Timut Pfeffer: Handgepflückt aus den Bergen Nepals

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Feurige Schärfe mit einer zitrischen Frische – der seltene Timut Pfeffer aus Nepal wird von Gewürzkennern für sein komplexes Aroma geschätzt. Die Herstellung in Handarbeit erfordert bis heute sehr viel Aufwand; sie wird jedoch mit einem besonders aromatischen Gewürz belohnt.

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Timut Pfeffer ist eng mit dem Sichuan-Pfeffer verwandt, schmeckt jedoch intensiver nach Zitrus.
  • Timut Pfeffer wird bis heute nicht kultiviert, sondern ausschließlich in Wildsammlung geerntet.
  • Beim Kochen passt Timut Pfeffer besonders gut zu Rezepten aus der Ost- und Südasiatischen Küche – aber auch helles Fleisch und Fischgerichte können mit seinem edlen Zitrusaroma verfeinert werden. 

     

    Timut Pfeffer: Sichuan-Würze mit zitrischen Aromen

    Genau wie sein weitaus bekannterer Verwandter, Sichuan-Pfeffer, gehört Timut Pfeffer zur Gattung Zanthoxylum aus der Familie der Rautengewächse. Streng genommen handelt es sich also gar nicht um keinen echten Pfeffer, sondern um ein Gewürz aus der Familie der Zitrusgewächse.

    Das spiegelt sich nicht zuletzt auch in den zitrischen, frischen Aromen wider, für die der Timut Pfeffer bekannt ist und aus denen sich die alternative Bezeichnung “Grapefruit-Pfeffer” ableitet. Der Name “Nepalesischer Sichuan-Pfeffer” gibt uns einen Hinweis auf seine Herkunft: Timut Pfeffer wächst nämlich im nepalesischen Gebirge und wird dort bis heute in Handarbeit geerntet.

     

     

    Gut zu wissen: Nicht nur die getrockneten Fruchthülsen, sondern auch die Blätter des Timut Pfefferbaumes können zum Würzen genutzt werden. Auch sie verströmen ein Aroma, das an Zitronen erinnert.  

     

     

    Schon die Herstellung von Timut Pfeffer hebt ihn von anderen Gewürzsorten ab. Er wird nämlich bis heute nicht kultiviert, sondern direkt in der unberührten Natur in Wildsammlung geerntet. Man findet die Pfefferpflanzen auf Anhöhen in nepalesischen Gebirge, die bis zu 2.000 Meter über dem Meeresspiegel liegen.

    Nachdem der Strauch im Frühling verblüht ist, bildet er die typischen roten Beeren mit schwarzen Samen, aus denen der Timut Pfeffer hergestellt wird. Die reifen Früchte werden im August von den Pflücker*innen per Hand geerntet – bei den dornigen Sträuchern müssen sie dabei mit großer Vorsicht vorgehen.

    Auch die weiteren Verarbeitungsschritte sind mit Aufwand verbunden: Die handgepflückten Beeren werden dazu sorgfältig von Blättern und Stielen getrennt und zum Trocknen in die Sonne gelegt. Dank dieser schonenden Behandlung bleiben besonders viele der wertvollen Aromen im Timut Pfeffer enthalten. Sobald sie getrocknet sind, müssen Schale und Samen per Hand voneinander getrennt werden. Im Vergleich mit dem bekannteren Sichuan-Pfeffer erkennt man den fertigen Timut Pfeffer an den kleineren, dunkleren Fruchtschalen.

     

    Auch wenn es sich bei Timut Pfeffer, Kampot Pfeffer oder Voatsiperifery Pfeffer um ganz verschiedene Gewürze handelt, werden sie alle als “Jungle Pfeffer” vermarktet. Grund dafür ist die Ernte in Wildsammlung.  

     

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    Wie schmeckt Timut Pfeffer?

    Schon bei der Geruchsprobe bemerkt man die zitrischen Aromen, die an Grapefruit und Limetten erinnern, für die der Timut Pfeffer bekannt ist. Beim Probieren entfaltet er einen frischen Geschmack mit einer sanften Schärfe, die durch Fruchtnoten und ein Prickeln auf der Zunge abgerundet wird. Im Vergleich zum bekannteren Sichuan-Pfeffer schmecken die getrockneten Hülsen des Timut Pfeffers deutlich intensiver. Genau wie andere Sichuan-Varianten wirkt er im Mund leicht betäubend.

    Kochen mit Timut Pfeffer

    Timut Pfeffer harmoniert besonders gut mit Gewürzen aus der Ost- und Südasiatischen Küche. Dazu gehören etwa Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer oder Chili. Man nutzt ihn vor allem zur Zubereitung von Wok-Gerichten und Currys; seine zitrischen Aromen passen aber auch zu Fisch, Meeresfrüchten und hellem Fleisch. Zum Verfeinern genügt hier schon eine kleine Prise. Die berühmte Fünf-Gewürze-Mischung (auf Chinesisch Wuxiangfen), die traditionell aus Pfeffer, Zimt, Sternanis, Nelken und Fenchelsamen besteht, kann ebenfalls mit Timut Pfeffer ergänzt werden.

    Besonders interessant ist Timut Pfeffer zum Würzen von Süßspeisen: Kombiniert mit der Süße aus Chutneys, Marmeladen und Desserts mit Schokolade sorgt er für eine einzigartige Aromenvielfalt. Selbst frische Tropenfrüchte wie Ananas oder Mango können mit einer Prise Timut Pfeffer serviert werden.
    Damit der Pfeffer seine Würze optimal entfalten kann, sollte erst kurz vor der Zubereitung mithilfe eines Mörsers zermahlen werden. Eine Gewürzmühle ist dabei ungeeignet, da die weichen Schalen der Timut Pfefferbeere dazu neigen, Mahlwerke zu verkleben.

    Um die wertvollen Aromen des Timut Pfeffers möglichst lange zu konservieren, ist es wichtig, ihn an einem dunklen und trockenen Ort aufzubewahren. Die ätherischen Öle, die in den getrockneten Fruchthülsen enthalten sind, verflüchtigen sich bei Temperaturen ab 15 Grad Celsius besonders schnell. Für die Lagerung eignet sich deshalb eine luftdicht abgeschlossene, lichtundurchlässige Gewürzdose.

    Schwarzer Pfeffer aus Wildsammlung bei Delidía probieren

    Nicht nur Timut Pfeffer, sondern auch schwarzer Pfeffer wird von manchen Herstellern bis heute in Wildsammlung geerntet. Wir haben unseren Bio-Urwaldpfeffer an der indischen Malabarküste entdeckt und ihn – zusammen mit dem besonders edlen Tellicherrypfeffer – nach Deutschland geholt.
    Sowohl unser Urwaldpfeffer als auch unser Tellicherrypfeffer stammt aus traditionellen Bio-Anbau und wird im Bundesstaat Kerala von einer Kooperative aus ca. 1000 Ureinwohner*innen angebaut und verarbeitet. Dabei arbeiten sie nicht nur nach den überlieferten Anbautraditionen, sondern auch dem Farm-to-Fork Ansatz der EU für nachhaltigen Landbau. Das Ergebnis: Gleich drei verschiedene Pfeffervarianten, die allesamt zu den besten Gewürzen der Welt gehören.

    Wer die frischen Aromen von Timut Pfeffer schätzt, wird auch an unserem Bio-Urwaldpfeffer Gefallen finden. Bei uns kann man ihn in gleich zwei Varianten entdecken: Während der schwarze Urwaldpfeffer intensiv, fruchtig und scharf schmeckt, zeichnet sich unser grüner Bio-Pfeffer durch sein mildes Aroma aus. Beide Varianten stammen von den Urpfefferbäumen Devamunda (Thevamunda) und Karimunda (Kerymunda) und harmonieren wunderbar mit vielen alltäglichen Gerichten.

    Unser schwarzer Bio-Tellicherry Pfeffer zeichnet sich durch sein ausdrucksstarkes Aromaprofil und eine balancierte Schärfe aus. Blumige und nussige Aromen aus Sandelholz und schwarzem Tee verleihen jeder Prise einen einzigartigen Geschmack, der sich problemlos mit den besten Pfeffern der Welt messen kann.

    Was macht den Pfeffer von Delidía so besonders?

    • Traditionell angebauter Pfeffer aus samenfestem Saatgut
    • Anbau in ökologischer Landwirtschaft
    • Sonnentrocknung ohne thermische Behandlung
    • Keine künstlichen Konservierungsstoffe
    • Keine Zusatzstoffe (z. B. Glutamat, Geschmacksverstärker)
    • Biozertifiziert: DE-ÖKO-044


    Edler Pfeffergenuss ist mit den Gewürzen von Delidía nicht auf besondere Anlässe eingeschränkt: Wir versenden unseren Pfeffer in praktischen Vorratsgrößen, die es uns möglich machen, unsere Produkte zu besonders attraktiven Preisen anzubieten. Mit unseren fairen Preisen werden die hochwertigsten Pfeffervarianten zum Bestandteil der alltäglichen Küche.

    Weitere Informationen

    Jenseits von Supermarktware kann man eine Welt voller Geschmack und Aroma zu entdecken. Hier findest du weitere gründlich recherchierte Artikel, die mit viel Liebe für unsere Leser*innen verfasst wurden. Du hast Anregungen oder Fragen? Dann schreib uns gerne. Du kannst uns auch unterstützen, indem du Essig, Olivenöl, Salz oder Pfeffer bei uns kaufst. Viel Spaß beim Schmökern!

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