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Kubebenpfeffer

Kubebenpfeffer – wie besonders ist die seltene Pfeffersorte wirklich?

Ein aromatisch-würziger Pfeffer aus Indonesien, der auf milde Art für geschmackliche Tiefe sorgt – obwohl der Kubebenpfeffer für Peffer-Liebhaber*innen interessant klingen dürfte und eng mit unseren bekannteren Pfeffersorten verwandt ist, findet man ihn in Europa relativ selten. Woran das liegt, wie man den seltenen Pfeffer am besten verwendet und welche alltagstauglichen Alternativen wir empfehlen, haben wir hier gesammelt.

Was ist Kubebenpfeffer?

Kubebenpfeffer (lat.piper cubeba), manchmal auch indonesischer Pfeffer oder Java-Pfeffer genannt, ist eines der eher unbekannteren Gewürze aus der Familie der Pfefferpflanzen. Der Kletterstrauch, an dem die Kubebenpfefferbeeren wachsen, kann bis zu 6 Meter hoch werden und bildet an seinen Ästen kleine Ähren mit weißen Blüten, aus denen sich – genau wie bei echtem Pfeffer (lat.piper nigrum) – die aromatischen Pfefferkörner entwickeln. Der Name leitet sich von den kleinen Pfefferbeeren ab, die manchmal auch Kubeben (arab.:kababa) genannt werden. Man erkennt den Kubebenpfeffer an seiner braunen Färbung, seiner runden Form und dem kleinen, abstehenden Stiel. Sie sind größer als schwarzer Pfeffer und glashart.

Geschichte & Anbau: Woher kommt der Kubebenpfeffer?

Seinen Ursprung hat der Kubebenpfeffer auf der indonesischen Insel Java. Von dort aus wurde er anschließend im gesamten südost- und ostasiatischen Raum verbreitet. Heutzutage wird Kubebenpfeffer vorwiegend in Indonesien, Malaysia und auf Sri Lanka angebaut und nach Europa exportiert. Die Früchte der Kubebenpfeffer-Pflanze werden von Hand im frühen Sommer geerntet, noch bevor sie ihre volle Reife erreicht haben. Genau wie bei schwarzem Pfeffer enthalten die jungen Beeren besonders viele der wertvollen Aromastoffe. Die ursprünglich grünen Beeren werden in der Sonne getrocknet und erhalten so ihren bräunlichen bis grauen Farbton und die netzartige, raue Oberfläche.

Sowohl in Asien als auch in Europa wurde Kubebenpfeffer lange primär wegen seiner angeblichen gesundheitlichen Wirkung genutzt: Schon in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) galten Kubebenpfefferbeeren als Heilmittel gegen Beschwerden mit Milz, Magen und Leber. Durch Handelsbeziehungen mit arabischen Kaufleuten erreichten sie auch den europäischen Raum, wo das seltene Gewürz ebenfalls zu medizinischen Zwecken verwendet und zum Teil mit Wacholder- oder Myrtebeeren verschnitten wurde. Angeblich soll dieser Pfeffer sogar bei schwachen Nerven oder Energiemangel helfen und die geistige Schaffenskraft anregen – wissenschaftlich belegt wurde diese Wirkung aber nie. 

Ab dem 17. Jahrhundert wurde der Kubebenpfeffer vom “echten” schwarzen Pfeffer verdrängt, weshalb er mit der Zeit fast vom europäischen Markt verschwunden ist und auch heute meistens nur von Fachhändlern angeboten wird.

Wie schmeckt Kubebenpfeffer?

Den Geschmack des Kubebenpfeffer beschreiben viele Kenner*innen als eher aromatisch-würzig statt scharf. Er schmeckt leicht bitter und etwas nach Kampfer. Die getrockneten Pfefferkörner bestehen zwar bis zu 18 % aus ätherischen Ölen, darunter allerdings nur etwa 0,4 % Piperin, das Pfefferfrüchten die typische Schärfe verleiht. Verglichen mit schwarzem Pfeffer, der ca. 5 % bis 9 % Piperin enthält, ist Kubebenpfeffer deshalb sehr mild.

Beim Verkosten bemerkt man zuerst ein vertrautes Pfefferaroma, das sich langsam zu einer herben Minz- oder Eukalyptusnote entwickelt. Das leichte Prickeln auf der Zunge wird von dem Stoff Cubebin (ca. 2 %) verursacht, der auch die Verdauung fördern soll.

Kochen und Würzen mit Kubebenpfeffer

In der europäischen Küche wird Kubebenpfeffer häufig als Bestandteil von winterlichen Gewürzmischungen genutzt, etwa bei Pfefferkuchen. In nordafrikanischen und südostasiatischen Gerichten spielt das Gewürz eine wesentlich größere Rolle und verleiht ihnen ihr typisches Aroma: Er ist unter anderem ein wichtiger Teil der berühmten Gewürzmischung Ras el Hanout, die aus mehr als 25 verschiedenen Zutaten entsteht.

Kubebenpfeffer wird grundsätzlich mehr zum Kochen und weniger zum Garnieren genutzt. Besonders gut passt er zu würzigen Reisgerichten, Curry-Rezepten und Marinaden. Ein bis zwei Pfefferkörner reichen meistens schon aus, um das dominante Aroma freizusetzen. Die ganzen Körner können entweder im Topf mitkochen oder mit einem Mörser bzw. einer Pfeffermühle frisch zerrieben werden. Damit das wertvolle Aroma lange erhalten bleibt, sollten die Kubebenpfefferkörner an einem dunklen, kühlen Ort luftdicht gelagert werden.

Unsere Alternative zu Kubebenpfeffer: Schwarzer Bio-Pfeffer von Delidía

Das dominante Aroma des Kubebenpfeffers hat durchaus etwas Eigentümliches – in den passenden Gerichten kann es ein echtes Highlight sein, für den Alltag eignet sich dieser Pfeffer aber nicht wirklich. Als “Allrounder” für die Küche empfehlen wir deshalb einen klassischen schwarzen Pfeffer. Mit zwei der besten Sorten der Welt wird dabei jedes Gericht zu einem echten Geschmackserlebnis. 

Unsere Delidía-Pfeffer stammen aus dem Südwesten Indiens – der Ursprungsregion der Pfefferpflanze. Um die echten schwarzen Pfeffersorten nach Deutschland zu bringen, arbeiten wir mit der Adivasi Kooperative zusammen. Dieses Kollektiv aus ca. 1000 Ureinwohnern erntet den schwarzen Pfeffer von Hand und orientiert sich mit dem nachhaltigen Lebensmittelanbau an dem”Field to Fork” Ansatz der EU. Dadurch erhalten sie für ihre Produkte einen Preis, der 50 % bis 100 % über dem Weltmarkt-Niveau liegt. Auch wir zahlen die höheren Preise bewusst, da wir so hochwertige, fair gehandelte Produkte mit einem besonderen Ursprung anbieten können. 

Die aromatische Schärfe unseresBio-Tellicherry-Pfeffers lässt sich mit keinem herkömmlichen Pfeffer aus dem Supermarkt vergleichen. Er verbindet blumige und nussige Noten aus schwarzem Tee und Sandelholz mit einer ausgewogenen, aber prägnanten Schärfe. Ein Geschmackserlebnis, das jede/n Pfefferliebhaber*in sofort begeistert.

Wer erleben will, wie Pfeffer in seiner Urform schmeckt, sollte unserenschwarzen Malabar-Urwald-Pfeffer probieren. Alte Pfeffersorten wie Devamunda (Thevamunda) oder Karimunda (Kerymunda) aus Wildsammlung bringen besonders würzige, frische Pfefferbeeren hervor, die auch aus einfachen Alltagsgerichten echte Genussmomente machen.

Alternative zum Kubebenpfeffer: Wie entsteht die besondere Qualität des Delidía-Pfeffers?

Die Qualität unserer schwarzen Pfeffersorten haben wir der ökologischen Landwirtschaft der Adivasi Kooperative zu verdanken. Diese Merkmale machen unseren Tellicherry-Pfeffer und den Malabar-Urwald-Pfeffer zu wirklich außergewöhnlichen Naturprodukten:
  • Sortenreine Ernte
  • Traditioneller Anbau in ökologischer Landwirtschaft
  • Sonnentrocknung ohne zusätzliche Hitze
  • Keine künstlichen Konservierungsstoffe
  • Keine Zusatzstoffe (z. B. Glutamat, Geschmacksverstärker)
  • Biozertifiziert: DE-ÖKO-044
Geschmacklicher Luxus muss nicht teuer sein und bereitet vor allem dann Freude, wenn alltägliche Produkte wie Pfeffer, Salz, Olivenöl oder Essig zu etwas Besonderem werden. Was dabei zählt, ist die Sorgfalt, mit der die Produkte hergestellt werden. Mit unseren Produzenten teilen wir die Leidenschaft für traditionelles Handwerk, nachhaltige Herstellungsprozesse und Produkte mit Charakter. Diese außergewöhnlichen Lebensmittel wollen wir auch für den ganz normalen Geldbeutel bezahlbar machen. Mit dem Versand in Vorratspackungen, unseren jährlichen Kampagnenverkäufen und dem (fast) vollständigen Verzicht auf Werbemaßnahmen erreichen wir einen Kostenvorteil, der sich auch in unseren Preisen widerspiegelt. Den 250g Jahresvorrat unseres schwarzen Malabar-Urwald-Pfeffers können wir so zum fairen Preis von 16,25 € (Tellicherry-Pfeffer: 17,50 €) anbieten.

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